IIP-Ecosphere kann durchstarten: Das von der Leibniz Universität Hannover (LUH) geführte Konsortium gehört zu den Gewinnern des Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Staatsekretär Dr. Ulrich Nussbaum überreichte dem Direktor des L3S, Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, die Urkunde für den erfolgreichen Projektvorschlag „IIP-Ecosphere: Next Level Ecosphere for Intelligent Industrial Production“ anlässlich der Eröffnung des neuen Forums Digitale Technologien am 19. September 2019 in Berlin. Insgesamt wurden 16 großvolumige Plattformprojekte ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten nun die Chance, ihr Vorhaben im Rahmen einer geförderten, dreijährigen Umsetzungsphase zu realisieren.

Das Forschungszentrum L3S und das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der LUH haben mit 18 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft – darunter die Universität Hildesheim, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Volkswagen, Siemens, DMG Mori und Sennheiser –  ein überzeugendes Konzept für den Ausbau der intelligenten Produktion erarbeitet. Das Ziel ist, ein neuartiges Ökosystem aufzubauen, um den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich der Produktionstechnik insbesondere für mittelständische Unternehmen nutzbar zu machen und das Potential von Industrie 4.0 auszuschöpfen. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei 12 Millionen Euro, rund vier Millionen Euro Fördermittel fließen an die LUH.

Für die intelligente Produktion (Industrie 4.0) gilt künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie. Studien prognostizieren durch den Einsatz von KI eine Steigerung der Produktivität um bis zu 50 Prozent. KI-Methoden sollen nach dem Willen des BMWi daher noch stärker Treiber für innovative Wertschöpfungsnetze und die Schaffung neuer Produkte und Geschäftsmodelle werden. In 65 Prozent der deutschen Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern kommen bislang allerdings noch keine KI-Methoden zum Einsatz. Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) fehlen für den Einsatz nicht nur die technischen Voraussetzungen und das Know-how, sondern auch die passenden Geschäftsmodelle. Außerdem gibt es Bedenken bezüglich Datenhoheit und Geheimhaltung. IIP-Ecosphere wird die Anwendbarkeit von KI-Methoden in der Produktion erleichtern und in realen Anwendungsszenarien demonstrieren. Die Aktivitäten zielen auf die Beseitigung von Hemmnissen und fördern die nachhaltige Einbeziehung neuer Stakeholder. Insbesondere sollen KMUs und Startups befähigt werden, KI-Methoden zur intelligenten Produktion selbst erfolgreich anzuwenden und weiterzuentwickeln.

 

Prof. Dr. Wolfgang Nejdl erhält die Urkunde für IIP-Ecosphere von Staatssekretär Dr. Ulrich Nussbaum (r.)

Fotos: BMWi/Bildkraftwerk Kurc

 

 

IIP-Ecosphere erfolgreich beim KI-Innovationswettbewerb